Fragen & Antworten

Wenn du auch eine Frage hast…

…dann schreibe sie in die Kommentare.
Meine Antwort findest du in den nächsten Tagen hier.

 

Annika: „Mich interessieren mehrere Sachen in der Freizeit. Soll ich die alle machen?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort:

Hallo Annika,

du hast eine gesunde Neugier, das ist sehr gut. Und es ist auch völlig normal, wenn sich im Laufe deines Lebens deine Interessen an bestimmten Aktivitäten verändern. Niemand zwingt uns heutzutage, ein Hobby bis zum Ende des Lebens zu tun. Dann wäre ein Hobby auch kein Hobby.

Wichtig ist zu verstehen, dass deine Zeit, deine Lebenszeit, endlich ist. Sie ist das wertvollste Gut, was du besitzt. Gehe daher sehr sorgfältig damit um und frage dich stets, ob es dir diese Beschäftigung wert ist, deine kostbare Lebenszeit zu opfern. Stell dir eine Stunde Lebenszeit von mir aus als Goldstück vor. Jedesmal, wenn du eine Stunde mit einer Sache verbringst, musst du ein Goldstück dafür ausgeben.

Du kannst ohnehin nur immer eine Sache machen, das ist der Fokus. Deine Energie steckst du in eine Sache, nämlich die, die du gerade machst. Egal ob bei der Arbeit oder in der Freizeit.  Das ist Fokus auf eine Sache und der rbingt dich schnell voran. Wenn du mehrere Dinge gleichzeitig tust, dann teilst du deinen Fokus in mehrere Teile und das geht nicht. Stell dir mal einen Zirkus vor, in dem 5 Artisten mit 5 Schweinerfern angestrahlt werden. Du kannst nur zu einem schauen. Es ist von allem etwas aber von einem nichts.

Probiere also aus, was dir besonders viel Spaß bereitet und dann mache nur 1 bis maximal 2 Dinge, mehr nicht. Und das machst du mit voller Hingabe.“

 

Ben: „Wie schaffe ich es, mein Einkommen zu erhöhen?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort:

Hallo Ben,

du hast prinzipiell zwei Möglichkeiten: Einnahmen erhöhen oder Ausgaben senken. Am besten beides zusammen.

Erstelle dir eine Lebenshaltung-Datei (z.B. in Excel). Hier schreibst du alle (!) Ausgaben hinein, die du in einem Monat getätigt hast. Du findest die genaue Vorgehensweise im Buch auf Seite 89ff.

Und jetzt kommt die Einkommenserhöhung: du weißt , was du wofür ausgegeben hast. Du fragst dich, wie du diesen Posten reduzieren oder „eliminieren“ kannst. Schreibe dir deine Wunschzahl dahinter. Das machst du bei allen Ausgaben. Damit hast du bereits einen Finanzplan erstellt. Du hältst damit schriftlich fest, was du an Ausgaben einsparen willst und unterlässt künftig diese Ausgabe – damit erhöht sich automatisch dein Einkommen.

Die zweite Möglichkeit besteht im Erhöhen deiner Einnahmen. Bist du selbstständig, so suche dir zusätzliche Einkommensquellen. Frage dich, was du deinen Kunden, deiner Zielgruppe, an bestmöglichem Nutzen bieten kannst. Dein Produkt bzw. deine Dienstleistung muss natürlich von bester Qualität sein. Ramsch und Mist kannst du nicht verkaufen, dafür bezahlt niemand Geld. Deine Kunden haben immer nur eine einzige Frage: Warum soll ich dafür mein Geld ausgeben? Diese Frage musst du beantworten können.

Beziehst du Lohn aus nichtselbständiger Arbeit so schaue dich zunächst in deiner Freizeit um, wie du Einkommen generieren kannst. Was machst du gern? Worin bist du super? Mache Geld daraus, biete Hilfe an. Vielleicht ist das sogar dein Sprungbrett für deine berufliche Ausrichtung später.

Fazit: du musst dich bewegen, die Scheine kommen nicht von selbst zu dir. Als erstes finde heraus, was du besonders gut kannst. Dann biete deinen Kunden den höchsten Nutzen, begeistere sie. Schaffe sozusagen Wert, dann folgt das Geld auf dem Fuß.“

 

Erwin: „Habe ich den richtigen Job?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort:

Hallo Erwin,

du hast den richtigen Job, wenn er dir Spaß macht – überwiegend. In jedem Beruf gibt es Momente, wo man die Augenbrauen hochzieht und denkt „Einfach durch heute“. Auch das ist normal.

Nicht normal ist es, wenn du dich jeden Tag zur Arbeit quälst, wenn du am Montag bereits den Freitag herbei sehnst. Nicht normal ist es, wenn du bei deiner Arbeit ständig an andere Sachsen denkst und viel lieber das oder das machen würdest.

Ob du den richtigen Job hast, merkst du daran, dass du ihn (theoretisch) ohne Bezahlung machen würdest – so sehr magst du ihn. Du findest Erfüllung in deinem Beruf. Das ist dann dein Traumberuf. Selbst wenn du deinen Traumberuf noch nicht gefunden hast, suche weiter nach ihm. Und solange tust du in der Freizeit das, was dir unendlich viel Freude bereitet.“

 

Tino: „Was sollte man tun, wenn man einmal den falschen Weg gewählt hat?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort:

Hallo Tino,

ich gratuliere dir! Du hast eine Entscheidung getroffen und eine Antwort vom Leben erhalten. Die Antwort ist weder falsch noch richtig, sie ist vielmehr Ausdruck deiner bisherigen Entwicklung.

Du hast jetzt zwei Möglichkeiten: entweder du siehst die Antwort als etwas „Schlechtes“ an  und machst dir Vorwürfe warum, wieso, weshalb – oder du siehst die Antwort als etwas Normales an und lernst aus dem Ergebnis und machst es beim nächsten Mal anders.

Ein vermeintlich falscher Weg ist nur so falsch, wie du ihm Bedeutung gibst. Du, und nur du allein, gibst jeder Sache im Leben die Bedeutung, die sie haben soll. Du sitzt am Steuer deines Lebensautos.“

 

Jennifer: „Ist das der Mensch in meinem Leben? Kommt jetzt noch was oder warte ich nur noch darauf alt zu werden?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort:

Hallo Jennifer,

nun, ich weiß nicht wie alt du bist … Den idealen Partner gibt es nicht, schlage dir den Traum vom Märchenprinzen aus dem Kopf. Eine Partnerschaft ist immer ein gemeinsames Wachsen. Jeder wächst für sich und trotzdem sind beide verbunden. Nicht gebunden – das ist etwas anderes.

Wächst nur ein Partner und der andere nicht (warum auch immer, völlig wertfrei) wird das Paar ernsthafte Probleme bekommen. Denn der eine Partner sagt „Ich möchte mich persönlich weiter entwickeln“ und der andere sagt “Ich möchte alles so belassen“. Das Ganze geht unterbewusst über die Bühne.

Frage den Partner an deiner Seite, was er sich unter einer guten Beziehung vorstellt. Höre ihm genau zu und du wirst feststellen, ob seine Vorstellungen vom Leben mit deinen Vorstellungen viele Gemeinsamkeiten haben oder nicht. Und dann entscheide dich mit ganzem Herzen dafür oder nicht. Darauf warten, alt zu werden, ist nicht Sinn des Lebens. Der Sinn des Lebens besteht darin (meine Definition), deinen Platz im Leben zu finden, an dem du eine hohe Lebensqualität lebst und innerlich glücklich bist, mit dem, was du hast.“

 

Sabine: „Hast du schonmal einen Lebensweg bereut oder würdest ihn rückgängig machen?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort:

Hallo Sabine,

danke für deine Frage. Auf der einen Seite würde ich heute manchen Schritt nicht noch einmal machen und gern die „Zurück-Taste“ gedrückt haben wollen. Auf der anderen Seite sage ich mir, dass dieser Schritt damals zugleich der für mich Richtige war. Es gibt im Leben kein absolutes Richtig oder Falsch. Das, was für mich stimmig und richtig ist, ist für andere Menschen vielleicht der absolute Schwachsinn – und umgekehrt. Du tust in jedem Alter etwas, was dafür vorgesehen ist. Zu diesem Zeitpunkt ist es eben richtig. Jahre später hast du dich weiterentwickelt und bist in deiner Persönlichkeit gewachsen, du bist weiser geworden.

Und mit dem neuen, höheren Wissen wirst du die nächsten Schritte womöglich anders gehen als zuvor – eben weil du über mehr Erfahrung verfügst. Ich persönlich glaube, dass jeder Mensch zu seinen Entscheidungen stehen sollte, denn es sind seine Entscheidungen gewesen. Kein anderer Mensch kann nachvollziehen, warum du diese Entscheidung getroffen hast. Und kein anderer Mensch hat das Recht, deine Entscheidung zu beurteilen. Die wirklichen Hintergründe kennst nur du allein.

Ich ermutige dich ausdrücklich, deinen eigenen Weg zu gehen und viele Entscheidungen zu treffen, egal wie sie ausgehen. Akzeptiere das Leben einfach. Leben bedeutet, sich zu verändern und immer dazu zu lernen, das ist etwas vollkommen normales. Dadurch reifst du und wächst. Und genau das macht dich am Lebensende zu einem weisen Menschen.“

 

Konrad: „Kann man auch ohne Geld leben?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort:

Hallo Konrad,

ja, du kannst prinzipiell ohne Geld auskommen. Voraussetzung dafür ist, dass du in der Lage bist, deine 5 Grundbedürfnisse abzudecken: Essen, Trinken, Wärme, Sicherheit und ein Dach über dem Kopf. Das sind die 5 elementaren Dinge, die jeder Mensch braucht, um zu über – leben.

Wenn du z.B. noch kostenlos (!) bei deinen Eltern wohnen kannst, dann wäre das so eine Möglichkeit, ohne Geld über die Runden zu kommen. Bedenke, das Hotel „Mama“ nicht ewig existiert und du als Mann nicht dafür geboren wurdest, dein Leben als Single daheim bei den Eltern zu verbringen. Spätestens, wenn deine Eltern nicht mehr in der Lage sind, für sich (und damit dich) zu sorgen, musst du gezwungenermaßen allein über die Runden kommen, sprich, Geld zur Verfügung zu haben.

Du kannst auch Tauschen. Du kannst deine besonderen Fähigkeiten (Reparieren, Renovieren o.ä.) gegen Nahrungsmittel eintauschen oder gegen Feuerholz oder durch Nachhilfe an andere deine Miete verrechnen lassen. Rein theoretisch geht das alles. Die Frage ist: wer außer dir macht noch alles dabei mit? Du brauchst ein Gegenüber, einen Tauschpartner.

Du kannst dich an die Straße stellen und bittstellen. Die Unsicherheit ist sehr groß, die 5 notwendigen Dinge zusammen zu bekommen. Du siehst, die Wahrscheinlichkeit, ohne Geld zu leben ist grundsätzlich vorhanden. Die Wahrscheinlichkeit, dass du zumindest in einem gewissen Maße auf Geld zurückgreifen wirst, halte ich persönlich für wesentlich größer. Wie du mit deinem Geld gut und vorausschauend haushalten kannst, habe ich im Buch „Einen eigenen Haushalt führen“ ausführlich dargelegt.“

 

Clara: „Früher konnte man auch mit einem weniger guten Schulabschluss und dafür viel Arbeitskraft gutes Geld verdienen. Heute wollen immer mehr Leute studieren und möglichst gute und hohe Schulabschlüsse erreichen. Es scheint, als könne man nur noch mit einem Studium oder wenigstens einem Abitur überhaupt später viel Geld verdienen. Entspricht das der Realität? Und falls ja, wird sich dieser Trend in der Zukunft weiter durchsetzen?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort:

Hallo Clara,

die Rahmenbedingungen für Berufstätige werden immer vielfältiger und internationaler. Gutes Geld kannst du auch ohne Abi oder Studium verdienen, wenn du Produkte oder Dienstleistungen anbietest, die gefragt sind. Das Entscheidende ist immer der Verkauf, also wie du dein Produkt oder deine Arbeitskraft an den Mann (oder die Frau) bringst. Wenn du dich gut verkaufen kannst, dann kannst du gutes Geld verdienen – egal, was für eine Bildung du besitzt. Ein gewisses Maß an Bildung ist aber in jedem Fall sinnvoll, vor allem dann, wenn du auf Kunden zugehen möchtest.

Leute mit hohen Bildungsabschlüssen verdienen in der Regel mehr. Das muss auch so sein, denn sie opfern Jahre ihres Lebens für einen höherwertigen Abschluss, während Auszubildende viel früher eigenes Geld verdienen. Gute Noten und ein hoher Bildungsgrad sind auf jeden Fall von Vorteil. Sie bedeuten jedoch nicht automatisch mehr Geld oder Ansehen. Am besten ist ein gesunder Mix aus Häuptlingen und Indianern, wie ich es in meinem Buch schreibe. Es muss Leute geben, die eine hohe Bildung haben und Leute, die kräftig anpacken können. Beides ist notwendig.

Die Zukunft kann bekanntlich niemand voraus sehen. Ich denke aber, dass der Trend dahin gehen wird, seine Kunden bestmöglich zufrieden zu stellen. Derjenige, der in der Lage ist, seinem Kunden einen echten Nutzen anzubieten (der Preis ist dabei noch nicht einmal das Entscheidende), der wird immer erfolgreich sein. Und dabei ist es egal, ob er Abi hat oder nicht; er muss nur sein Bestes geben.“

 

Christoph: „Hast du schonmal einen Lebensweg bereut oder würdest ihn rückgängig machen?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort: „Hallo Christoph, eine sehr gute Frage!

Ja, ich habe mich schon etliche Male im Nachhinein gefragt, ob der Schritt so richtig war. Das betrifft alle Lebensbereiche. Manchmal habe ich mich richtig geärgert über eine Entscheidung und nach dem „Zurück-Knopf“ geschaut – den ich nicht gefunden habe… Nach einiger Zeit geht man in Gedanken so manches Ereignis nochmals durch und stellt fest: ja, damals war es die richtige Entscheidung, auch wenn ich sie heute nicht noch einmal treffen würde. Aus meiner Lebenserfahrung heraus kann ich dir sagen, dass es besser ist eine „falsche“ Entscheidung zu treffen als gar keine. Wenn du dich nicht entscheidest, dann erstarrst du und verbrauchst so unglaublich viel Energie. Nach einer Entscheidung fällt Last ab – egal, wie du auch entschieden hast. Und du bekommst neue Energie zurück. Du kannst nichts verlieren, ohne etwas zu gewinnen. Das möchte ich dir als Tipp mitgeben.“

 

Steffi: „Gibt es eine Regel / Faustformel, die einem den richtigen Weg zeigt fürs Leben?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort: „Hallo Steffi, eine „Formel“ gibt es nicht.
Vielmehr ist es das Zusammenspiel aus den vier Lebensbereichen, die ich ausführlich im Buch beschreibe.
Jeder Mensch ist einzigartig und hat seine eigene Formel für sein Lebensglück. Wenn du merkst, dass es für dich stimmig ist, wie du so lebst, dann bist du immer auf dem richtigen Weg. Stimmig erkennst du daran, dass dein Herz zustimmt und das hörst nur du allein.

Dinge, die nicht stimmig sind, spürst du auch, dann fühlst du dich nämlich nicht wohl in deiner Haut und merkst „Irgendwie ist das nicht das, was ich mir vorstelle / wünsche“. Wenn das der Fall ist, bist du bildmäßig nicht auf dem richtigen Weg. Das Schöne daran ist, du kannst das selbst ändern. Du musst nicht auf den oder das Ereignis warten, du hast dein Lenkrad selbst in der Hand und kannst jeden Tag neu festlegen: ab sofort mache ich es anders!“

 

Anna: „Brauche ich mehr Geld, um glücklich zu sein?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort: „Hallo Anna, nein. Glücklich wirst du nicht, wenn du allein nur mehr Geld hast. Ich kenne Menschen mit wenig Geld, die sehr glücklich leben. Und ich kenne Menschen mit viel Geld, die unglücklich oder unzufrieden sind.

Glücklich zu sein bedeutet in erster Linie das Leben so zu akzeptieren, wie es ist. Glücklich zu sein bedeutet vor allem, dich selbst zu nehmen, wie du bist. Egal, was du bist und egal, was du besitzt. Wenn du dich selbst annehmen kannst, mit allem was dazu gehört, dann bist du automatisch glücklich.“


Petra:
„Für viele Erwachsene zählt oftmals nur noch das Geld, was im Beruf erarbeitet wurde. Doch wo bleibt der Spaß an der Arbeit? Oder ’stumpft‘ man im Laufe der vielen Arbeitjahre ab und geht nur noch des Geldes wegen arbeiten?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort: „Hallo Petra, du hast einen wunden Punkt getroffen. Sehr viele Erwachsene, ich behaupte der überwiegende Teil von ihnen, geht zur Arbeit, um den Lebensunterhalt zu verdienen. Echten Spaß an der Arbeit haben leider nur wenige, und das ist sehr schade. Der Großteil der Berufstätigen meint, das müsse so sein, das kann man nicht ändern. Ich meine: nein, das kann man ändern und zwar jeden Tag.
Wenn du einen Job machst, der dir keinen Spaß bereitet dann solltest du dich nach einem anderen Job umsehen. Was macht es für einen Sinn, auf Biegen und Brechen daran festzuhalten? Gar keinen. Es ist schlichtweg Angst oder die Bequemlichkeit, welche die Menschen daran hindern, sich umzuschauen und zu verändern. Zu weit weg oder besser das als etwas ungewisses ‚Neues‘ – sind nur zwei von vielen Ausreden.
Bedenke: du verbringst einen wahnsinnig großen Teil deines Lebens auf der Arbeit. Und wenn du dort keine Freude hast, dann verplemperst du diesen Teil deines Lebens.

Wenn du einen Job, deinen Job, gefunden hast, in dem du aufgehst und der dir unendlich viel Spaß macht, dann stumpfst du nie ab. Und weil du deinen Job so richtig gern machst (egal welchen), dann spüren das deine Mitmenschen oder Kunden und dann wirst du automatisch mehr Geld verdienen, das geht gar nicht anders. Sei es in Form von Gehaltserhöhungen, Beförderungen oder mehr Aufträgen.“


Jessica:
„Warum ist es heutzutage so schwer noch einen geeigneten Partner zu finden, der bereit ist eine eigene Familie zu gründen? Oder leben wir dafür zu sehr als ‚Ich-Mensch‘ und haben dafür keine Zeit?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort: „Hallo Jessica, das ist eine ganz tolle Frage. Die Wahl des Partners ist eine wegweisende und entscheidende Frage, da sie dein weiteres Leben stark prägt. Und dann mit diesem Partner Kinder in die Welt zu setzen ist ebenfalls eine richtungsweisende Entscheidung, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Einmal Eltern, immer Eltern und das hat mit Verantwortung zu tun. Verantwortung für ein Kind. Und davor scheuen sich oft Menschen. Sie haben vielleicht mit sich selbst genug zu tun und laufen evtl. nicht richtig in ihrer ‚Spur‘. Das macht es ihnen sehr schwer noch zusätzlich Verantwortung zu übernehmen.

Manche Menschen wollen erst mal richtig ‚Spaß‘ im Leben haben und sich nicht schon mit 20 festlegen. Bedenke, da gibt es kein richtig und kein falsch. Du kannst keinen Menschen verurteilen, wenn er mit 20 oder mit 40 das erste Kind zeugt. Die grundsätzliche Frage ist, ob dein Partner überhaupt ein Kind möchte. Das kann er dir nur selbst beantworten. Manchmal gibt es einen Auslöser, ein Ereignis o.ä., wonach sich eine Entscheidung ändert.

Der Trend in der Gesellschaft geht (leider) in Richtung ‚ich‘ statt ‚wir‘. Es gibt sehr viele Singles und Unabhängigkeit wird groß geschrieben. Wenn man unabhängig ist, dann ist man belastbar, flexibel und für die neue Zeit bestens aufgestellt – so scheint es überall zu tönen. Fakt ist aber auch, dass Paare deutlich glücklicher sind und eine Familie dir einen unbezahlbaren Rückhalt gibt. Das sind deine Tankstellen, an denen du dich aufladen kannst. Und Zeit für deinen Partner und deine Familie zu nehmen ist die beste Investiton, die du treffen kannst.“


Maren:
„Warum zählt in unserer Gesellschaft so sehr der erste äußere Eindruck und die damit verbundenen Vorurteile? Bsp. stark tätowierte oder gepiercte junge Frauen werden gleich in eine Schublade gesteckt, ohne sie näher zu kennen?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort: „Hallo Maren, fast alle Menschen urteilen. Sie urteilen, beurteilen und verurteilen. Das ist leider extrem weit verbreitet. Ich kenne nur wenige Menschen, die anderen gegenüber ohne jeglichen Vorbehalt begegnen, denn das ist eine hohe Kunst. Alles, was Menschen nicht kennen oder einordnen können sieht ‚gefährlich‘ aus, unbekannt und entspricht nicht der Norm. Aber welcher Norm? Genau das ist der Punkt. Die Norm gibt es nämlich nicht, sie ist vielmehr eine Frage der Gewohnheit und Einstellung den Dingen dieser Welt gegenüber.

Die inneren Werte sind die entscheidenden und die werden sich am Ende immer durchsetzen. Bis dahin allerdings, sind so manche Steine aus dem Weg zu räumen. Da hilft nur Geduld, bis sich das Wahre eines Menschen zeigt.“


Daniel:
„Da Sie noch Erstautor sind frage ich mich, wie Ihre Familie bzw. Ihr Umfeld auf Ihr Buch reagiert haben.“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort: „Hallo Daniel, gute Frage. Nahezu jeder in meinem Umfeld fand es toll, dass ich ein Buch geschrieben habe. Dafür bin ich sehr dankbar und fühle mich sehr geehrt. Ob es letztlich jedem gefällt, was darin steht, ist natürlich immer Geschmackssache. Auf jeden Fall wurde mir Respekt gezollt, dieses Ziel, ein Buch zu schreiben, auch in die Tat umgesetzt zu haben. Denn daran scheitern bereits viele Möchte-Autoren, egal wie berühmt sie nun werden. Ich kenne viele Menschen, die wollen auch ein Buch schreiben. Nur beim Wollen ist es bislang geblieben. Das Ziel, es zu vollenden, muss klar definiert sein, am besten schriftlich. Und dann wird die Aufgabe Schritt für Schritt absolviert und zu Ende gebracht.“


Manuela:
„Einmal was das mit Donald Trump werden soll und warum ausgerechnet er gewonnen hat. Und was das mit den Flüchtlingen noch werden soll.

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort: „Hallo Manuela, das sind sehr politische Fragen, deren Hintergründe ich nicht wirklich kenne. Ich rate dir auf jeden Fall zur kritischen Betrachtung von Nachrichten, denn deren Wahrheitsgehalt muss nicht immer mit der Realität übereinstimmen. Das heißt konkret: glaub nicht einfach alles sofort und schwimme nicht immer mit der Masse. Hole dir verlässliche Informationen und setze deinen gesunden Menschenverstand ein.“


Melanie:
„Im Alter von 15-18 sollte man sich langsam überlegen, was man vom Leben möchte. Da kommen dann Gedanken wie Heiraten, gutes Geld verdienen, ein Haus kaufen, Kinder großziehen. Wenn ich das mal mit dem vergleiche, was früher meine Zukunftspläne waren (weit weg reisen, Spannung im Leben, Verrückte Sachen tun, auf Risiko gehen), dann merke ich, dass meine jetzigen Pläne im Vergleich dazu beinahe schon spießig sind.

Kann man Spannung im Leben haben und gleichzeitig sich gleichzeitig irgendwie sichern?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort: „Hallo Melanie, wie du es schon richtig selbst erkannt hast, ist das Leben ein ständige Veränderungsprozess. Nichts bleibt so, wie es einmal war, alles verändert sich irgendwann einmal. Und das ist auch gut so.

Wenn du dir klare Ziele setzt, was du im Leben erreichen, sein, haben willst, dann gibst du deinem Leben eine Prise Salz, eine Würze. Und genau diese Ziele sorgen dafür, dass du genug Spannung und gleichzeitig Sicherheit haben wirst. Natürlich gibt es keine absolute Sicherheit im Leben, in keinem Bereich. Aber durch gescheites Planen und Ziele setzen gibst du dir selbst die Richtung für dein Leben vor und das ist der Punkt. Denn du weißt, was du willst und auch, was du nicht willst. Wenn du das einige Zeit getan hast, wirst du merken, wie spannend und schön dein Leben ist“


Clara:
„Woher weiß ich, dass ich den richtigen Weg einschlage? Vor allem den beruflichen.“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort: „Hallo Clara, das merkst du daran, dass du unglaublich viel Spaß und Begeisterung für eine Tätigkeit hast. Du brennst förmlich, jeden Tag in diesem Beruf zu arbeiten. Und du merkst es auch, wenn du andere Menschen damit ansteckst, sie motivieren kannst. Frage doch einfach mal in deinem Bekanntenkreis oder deine Freunde und bitte sie, über ihren Job zu sprechen. Da erkennst du meistens sofort, wie es um den richtigen Weg bei denen bestellt ist: sie geben gar keine Auskunft oder sprechen ungern darüber, sie machen es eben, weil es sein muss oder sie haben leuchtende Augen und sprechen mit Begeisterung von ihrer Arbeit

Wenn du nun mit leuchtenden Augen über deinen Job sprichst, dann hast du den richtigen (beruflichen) Weg eingeschlagen“


Erik:
„Warum druckt der Staat nicht einfach Geld, wenn er Pleite geht?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort: „Hallo Erik, stell dir einen großen Topf mit dicker Suppe vor. Die Suppe ist das Geld und das ist nahrhaft, hat also einen Wert. Nun schüttest du ein Glas Wasser in den Topf, du verdünnst die Suppe. Die Suppe schmeckt zwar noch immer und ist nahrhaft, aber sie ist dünner geworden und das Geld damit nicht mehr so viel wert. Nun stellst du dir vor, dass du immer mehr Gläser Wasser in den Topf schüttest. Was passiert? Die Suppe wird immer dünner und hat fast keinen Nährwert mehr. Genauso ist es mit dem Geld. Wenn immer mehr Geld gedruckt wird, wird der Wert des Geldes immer geringer, das Geld hat keine Kaufkraft mehr und wird wertlos.

Der Staat hat die Pflicht sorgsam mit Geld umzugehen, denn es sind die Gelder der Menschen, die in ihm leben. Leider passiert das so gut wie nicht, es wird vielmehr gelebt, als gebe es kein Morgen mehr. Wer dauerhaft über seine Verhältnisse lebt, geht irgendwann Pleite. Wenn es bei dir passiert, musst du dafür gerade stehen. Wenn es beim Staat passiert, stehen die Menschen, die in ihm leben, dafür gerade. Das ist ein großer Unterschied“


Paul:
„Was hat die Pubertät mit allgemeiner Unlust zu tun?“

Gunnars Antwort
Gunnars Antwort: „Hallo Paul, die Pubertät ist eine echte Herausforderung! Du wirst erwachsen, du wirst zum Mann (oder zur Frau), das heißt, dein Körper beginnt sich in extremer Weise zu verändern. Du bist in einem Alter, wo die Eltern beginnen ‚zu nerven’… Gleichzeitig sollst du natürlich nur gute Noten nach Hause bringen und die erste Liebe bahnt sich vielleicht auch noch in der Zeit an. Das sind 100 Dinge, die alle in einem Zeitfenster der Pubertät ablaufen. Was für eine Aufgabe!
Ein Erwachsener würde, wenn er zig Dinge gleichzeitig erledigen müsste, ebenfalls bald keine Lust mehr haben, es ist einfach zu viel. Das Problem ist nur, kaum jemand hat Verständnis dafür. Es geht nach Schema F zu.

Also, es ist keine Schande ist der Pubertät allgemeine Unlust zu verspüren. Das darfst du jetzt aber nicht als generelle ‚Winterruhe‘ ansehen. Du musst dich sehr wohl anstrengen und dein Bestes geben. Wenn du die Zügel allzu locker lässt, kann dich das später Jahre und viel Geld kosten. Eine gewisse ‚Gemütlichkeit‘ ist kein Problem aber du musst erkennen, wenn du Gas geben musst. Von nix kommt bekanntlich nix“